Migrationsmanagement durch Entwicklungshilfe

Europäische Migrationskontrolle am Beispiel des CIGEM in Mali

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Informationsveranstaltung mit Jana Janicki und Thomas Böwing vom Netzwerk kritische Migrationsforschung
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15. Oktober 2010 | Kulturladen Westend
Ligsalzstraße 44 | 80339 München| U-Bahnhaltestelle Schwanthalerhöhe
Eintritt frei | Beginn: 19:00 Uhr
migrationsmanagement durch entwicklungshilfe

Im Herbst 2008 wurde das aus EU-Entwicklungshilfegeldern finanzierte Zentrum für Migrationsmanagement (CIGEM) in Bamako in Mali eröffnet. Die Idee, ein Migrationszentrum in einem der wichtigsten Herkunftsländer afrikanischer Migrant_innen in Europa zu errichten, kommt aus der Zeit, nachdem im September 2005 hunderte von afrikanischen Migrant_innen versucht hatten, die Zäune der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko zu überwinden. Den EU-Politikern wurde vor Augen geführt, dass Migration auch durch immer höhere Zäune nicht zu stoppen ist. So erweiterte sich die Strategie der europäischen Migrationspolitik von einer ausschließlichen Militarisierung der Außengrenzen hin zu einer Instrumentalisierung der Entwicklungspolitik in den Herkunftsländern. So propagiert das CIGEM die besondere Bedeutung von Migration für die Entwicklung Malis.

Jana Janicki und Thomas Böwing vom Netzwerk kritische Migrationsforschung werden am Beispiel des CIGEM in Mali darstellen, wie die EU versucht über die neue Verbindung von Entwicklungs- und Migrationspolitik auf das Migrationsverhalten der Menschen in Transit- und Herkunftsländern einzuwirken.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes “Migration Entwicklung”. Ökumenisches Büro München: www.oeku-buero.de